Religionslehrer/-in i. K.

"Nachdem ich mich auf dem 2. Bildungsweg bewusst und mit ganzem Herzen für den Beruf der Religionslehrerin im Kirchendienst entschieden habe, kann ich heute sagen: Religion unterrichten, direkt die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in ihrem Lebensumfeld Schule zu berühren, hat für mich sehr viel gemeinsam mit dem Wahrnehmen aller Sinne beim Salsa Tanzen in meiner Freizeit. Mein Beruf weckt meine Leidenschaft, lässt mich staunen und lebendig sein und immer wieder neue Schritte wagen. Diese Lust und das "JA" zum Leben in Dankbarkeit weitergeben zu können an Kinder und junge Menschen in meinem Religionsunterricht und meinen Projekten der Ganztagsschule und Schulpastoral, beflügelt mich jeden Tag aufs Neue. Getragen durch mein tiefes Vertrauen in den Weg Jesu und die zwischenmenschlichen Erfahrungen, die ich in all den Jahren machen durfte, ist dieser Beruf für mich wirklich zur "Berufung" geworden, und ich wünsche mir sehr, ihm noch viele Jahre mit Leidenschaft nachgehen zu können."

(Kerstin Debudey)

»Wir arbeiten miteinander daran, dass die Menschen in der Kirche und durch die Kirche das „Leben haben und es in Fülle haben“.«  Joh 10,10
(Erzbischof Dr. Ludwig Schick)

Das bietet Ihnen dieser Beruf

  • Für einen großen Teil der Kinder und Jugendlichen Kirche und Christentum repräsentieren
  • Schule als Lebensraum mitgestalten
  • Schülerinnen und Schülern am Lernort Schule „Auszeiten“ ermöglichen
  • Religiöse Spurensuche in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
  • Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche mit ihren Sorgen, Nöten und Freuden sein
  • Zusammenarbeit mit Kollegen/-innen
  • Das Unterrichtsfach mit der größten Lebensrelevanz

Das wird von Ihnen erwartet

  • Freude in der Arbeit mit jungen Menschen
  • Gut organisiertes, selbstständiges und kreatives Arbeiten
  • Offenes und aufgeschlossenes Zugehen auf junge Menschen
  • Interesse an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
  • Einfühlungsvermögen
  • Teamfähigkeit

Wege zum Beruf

Hinweis: Die Religionslehrer*in im Kirchendienst unterrichtet ausschließlich das Fach Kath. Religionslehre und ist meistens an staatlichen Grund-/Mittel-/ oder Förderschulen eingesetzt. (Darüber hinaus gibt es auch noch staatliche Lehrkräfte mit Fach Kath. Religionslehre.)

Studium

  • Bachelor „Religionspädagogik und Kirchliche Bildungs-arbeit“ vornehmlich an der Fachhochschule in Eichstätt oder an der Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern
    Sechs Semester mit integrierten, intensiv begleiteten und reflektierten Praxisphasen und drei wählbaren Schwer-punktbereichen: Jugend- und Schulpastoral, Behindertenpastoral/ RU an Förderschulen oder Religiöse Elementarbildung. Voraussetzung: Fachhochschulreife. Infos: www.ku-eichstaett.de, www.ksfh.de
  • Studium der Theologie mit Abschluss „Magister theologiae“ 
  • Studium der Theologie im Fernkurs: www.fernkurs-wuerzburg.de (damit nur Teilzeit-Anstellung möglich) 
  • Masterabschluss "Religionen verstehen / Religious Literacy" beispielsweise an der Universität Bamberg

Theoretische Inhalte im Studium

  • Theologische Fächer (z.B. Exegese des NT und AT, Fundamentaltheologie, Dogmatik und Liturgie)
  • Humanwissenschaftliche Fächer (z.B. Pädagogik, Psychologie, Soziologie)

Praktika während des Studiums

  • in allen Studiengängen studienbegleitende Praktika im Bereich Schule/Gemeinde

Studienbegleitung

Wer Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit mit dem Ziel der Ausbildung zum/zur Religionslehrer/-in i. K. studiert, sollte sich zu Beginn des Studiums in den diözesanen Bewerberkreis aufnehmen lassen. 

Die Studienbegleitung bietet:

  • die Möglichkeit, sich mit den persönlichen Glaubens- und Lebensfragen auseinanderzusetzen
  • spirituelle Angebote
  • Begleitgespräche

Ausbildung nach dem Studium

Nach dem Studium folgt die Ausbildung im Religionspädagogischen Seminar (BA-Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit: 2 Jahre,  für alle anderen Abschlüsse geht ein einjähriges Praktikum voraus.) mit 

  • Erteilung von Kath. Religionsunterricht vornehmlich an Grund- und Mittelschulen  
  • Theorie- u. Praxisbegleitung durch Seminarleitung und Praxisanleiterin
  • kollegialer Beratung durch Unterrichtsversuche mit der Seminargruppe
  • Kennenlernen pastoraler Elemente (zur möglichen Wahrnehmung eines pastoralen Auftrags in gemeindlichen Strukturen)
  • Begegnung mit schulpastoralen Elementen
  • einer Einführung in schulische Wortgottesdienste
  • Abschluss der Ausbildung mit der zweiten Dienstprüfung

Möglichkeiten zur Zusatz-/bzw. Weiterqualifizierung

Der 7-semestrige Bachelor in Religionspädagogik ist eine gute Basis für einen 3-semestrigen Master. Die Fakultäten in Eichstätt und Benediktbeuern bieten hierfür fachlich abgestimmte Weiterqualifizierungsstudiengänge. 

Der Studiengang "Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit" lässt sich mit nur 3-4 Zusatzsemestern mit dem BA-Studiengang „Soziale Arbeit“ kombinieren.

Darüber hinaus bestehen auch Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Schulpastoral und (Religions-)Pädagogik. 

Kontakt

Abteilung Schule und Religionsunterricht

Heinrichsdamm 32
96047 Bamberg
K.Debudey2
K.Debudey