Kirchenmusiker/-in

"Bereits während meiner Schulzeit habe ich intensive Erfahrungen mit der Kirchenmusik sammeln können. Beim Singen im Jugend- und Kammerchor habe ich von Anfang an ein starkes Gemeinschaftsgefühl erlebt. Am Orgelspiel beeindruckt mich bis heute die pure Energie und Kraft des Instruments, welches jedoch im nächsten Moment bereits die sanftesten und weichsten Klänge produzieren kann. Diese riesige Palette an Klangfarben ist einzigartig und es macht große Freude, ein Instrument zu spielen, das ein komplettes Orchester abbilden kann. Da jede Orgel ein Unikat ist, ist es immer wieder aufs Neue spannend, das jeweilige Instrumente kennenzulernen.

Am Beruf des Kirchenmusikers fasziniert mich, dass dieses Berufsbild so viele Facetten bietet: Man leitet verschiedene Chöre, spielt im Gottesdienst die Orgel, unterrichtet Orgelschüler, bildet Musiker*innen in Chorleitung und vielen weiteren Fächern aus, veranstaltet Konzerte und kann insgesamt sehr kreativ agieren und sich selbst verwirklichen. Dadurch wird einem nie langweilig.

Außerdem arbeitet man mit Menschen aller Alters- und Berufsgruppen zusammen. Die musikalischen Aufgaben reichen zudem vom gregorianischen Choral bis zur Moderne und umfassen dadurch mehr als 1000 Jahre Musikgeschichte und alle möglichen Gattungen und Formen von Musik. All dies macht den Beruf sehr facettenreich und spannend."

(Sebastian Ruf)

Kirchenmusiker (hauptberuflich)

Zum Tätigkeitsfeld hauptberuflicher Kirchenmusiker gehören nicht nur der Orgeldienst, der liturgische Gesang und die Leitung von Chören. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist die Mitwirkung an der diözesanen Kirchenmusikausbildung sowie die Fortbildung und Beratung der nebenberuflichen Kirchenmusiker/-innen. Auch die Organisation von Konzerten gehört zu ihrem Aufgabenbereich.

Kirchenmusiker/-innen nehmen an der Verkündigung der Kirche teil. Mit ihrer Musik erreichen sie nicht nur die Gottesdienstbesucher, sondern sprechen auch Fernstehende an.

Hauptberufliche Kirchenmusiker absolvieren ein Hochschulstudium (Bachelor und Master; sog. B- und A-Musiker)
z.B. an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg: 
http://www.hfkm-regensburg.de/

Kirchenmusiker/-in (nebenberuflich)

Die meisten Frauen und Männer, die in den Gemeinden als Organisten tätig sind, tun dies ehrenamtlich (gegen eine Aufwandsentschädigung) oder nebenberuflich. Die Ausbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker/-innen (sog. D- und C-Musiker) erfolgt in der Regel durch das Amt für Kirchenmusik: 
http://amt-fuer-kirchenmusik.erzbistum-bamberg.de/dioezesane-kirchenmusikausbildung/index.html 

Auch an Berufsfachschulen für Musik, z. B. in Kronach, kann der C-Schein erworben werden. Der 2-jährige Vollzeitkurs bereitet auch auf die Eignungsprüfung an einer Musikhochschule vor: https://bfm-oberfranken.de/

Sebastian Ruf Kirchenmusiker