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Gibt es im Erzbischöflichen Jugendamt nur Stellen für Pädagogen?

Das Erzbischöfliche Jugendamt als Abteilung der Erzdiözese Bamberg beschäftigt neben Pädagog/inn/en auch Verwaltungskräfte, Reinigungskräfte, in einzelnen Bereichen auch Hausmeister und hauswirtschaftliche Mitarbeiter/innen. Letztere sind vor allem im Jugendhaus Am Knock tätig.

Klaus Achatzy

Pastorale Berufe:

Gute Aufstiegschancen gibt es für Priester, begrenzte Aufstiegschancen für Diakone, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für Religionslehrerinnen und -lehrer.

Da man mit der Priesterweihe Amtsträger im theologischen Sinn wird, besetzt die Kirche pastorale Leitungspositionen mit Priestern. Das hängt damit zusammen, dass der vornehmste Dienst der Gemeindeleitung nach katholischem Verständnis der Vorsteherdienst in der Eucharistiefeier ist, der bekanntlich die Priesterweihe voraussetzt. Priester können also bei Eignung Pfarrer, Leitender Pfarrer, Dekan, ggf. Regionaldekan, Domkapitular, im Einzelfall sogar Bischof werden. Nicht in jedem Fall sind mit der Erlangung eines höheren Status auch höhere Bezüge verbunden.

Begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in den anderen pastoralen Berufen. In manchem kategorialen Bereich (z. B. Klinikseelsorge) werden Nichtpriester mit der Leitungsfunktion betraut. Per Beauftragung oder Delegation kann dies für Teilbereiche der Seelsorge auch in einem normalen Seelsorgebereich und sogar mit administrativer Verantwortung geschehen. Dies alles ist aber in der Regel nicht mit einem Aufstieg in der Gehaltsgruppe verbunden.

Im Erzbischöflichen Ordinariat arbeiten einzelne Frauen und Männer des pastoralen Personals in leitender Stellung, etwa als Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters mit eigenständigen Zuständigkeitsbereichen. Zum Leiter einer kirchlichen Schule oder zum Leiter der Hauptabteilung Schule und Religionsunterricht im Ordinariat werden heute nicht mehr Priester, sondern Religionslehrerinnen oder Religionslehrer i. K. bestellt. Allerdings gibt es nur wenige derartige Stellen.

Domkapitular Hans Schieber

Grundsätzlich kann man ganz klar in sozialen Berufen "alt werden". Wir haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten in unseren Einrichtungen in sozialen Berufen tätig sind. Eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, eine gute Entwicklungsmöglichkeit sowie eine Sinnhaftigkeit im eigenen Tun tragen dazu bei, dass unsere Mitarbeiter/innen langfristig in den sozialen Berufen tätig bleiben wollen. Auch die immer bessere Ausstattung der Einrichtungen mit technischen Hilfsmitteln und das Angebot zur Teilnahme an entsprechenden Schulungen helfen die Gesundheit unserer Mitarbeiter/innen zu erhalten und somit im sozialen Beruf auch "alt werden" zu können.

Max Wölflein, Caritasverband

Ja, denn Ordensfrau oder Ordensmann zu sein ist ein Teil der eigenen Identität. 

Es stellt sich die Frage, ob meine Persönlichkeit Raum im gemeinschaftlichen Leben hat. Kann ich so sein, wie ich bin oder muss ich mich bis zur Verstellung anpassen? Auch diese Frage sollte jede/r Ordensfrau/mann mit "Ja" beantworten können. Die Orden der Kirche weisen eine breit gefächerte Vielfalt auf. In dieser Vielfalt beruft Gott mich dort, wo ich wahrhaftig Leben finden kann und so auch durch meine eigene Persönlichkeit, d.h. so wie ich bin, mit allem was ich mitbringe, Leben schenken kann. Damit ein Leben gelingt, darf ich mich nicht verstellen. Daher gilt es, auf dem Weg zur Ordenfrau, zum Ordensmann, die Berufung zu erspüren und zu prüfen, ob der Weg in einer spezifischen Gemeinschaft der richtige ist.  

Schw. M. Claudia und Postulantin Silvia Haase

"Pastorale Berufe" sind Berufe, bei denen Seelsorge ein Schwerpunkt der Tätigkeit ist. Sie werden ausgeübt im Bereich der Pfarrgemeinden / Seelsorgebereiche oder für eine bestimmte Zielgruppe (Jugend, Schüler/innen, Kranke im Krankenhaus u.a.). - Folgende pastoralen Berufe gibt es im Erzbistum Bamberg: Diakone, Gemeindereferenten/innen, Pastoralreferenten/innen, Priester. 

Robert Mayr, Diözesanstelle Berufe der Kirche

Die Chancen, in einem pastoralen Beruf angestellt zu werden, sind bis auf weiteres sehr hoch. Es fehlt nicht nur an Priesternachwuchs, sondern auch an Bewerbungen für alle anderen pastoralen Dienste. Zurzeit gibt es faktisch keine numerischen Einstellungsbeschränkungen, da die Zahl der zu besetzenden Stellen die Zahl der Bewerbungen übertrifft. Manche Diözesen werben längst Interessenten von auswärts an. Im Erzbistum Bamberg wurden die sog. "Weisendorfer Beschlüsse" von 2004 mit ihrem Anstellungs- und partiellen Ausbildungsstopp, der vor allem die Berufsgruppe der Pastoralreferenten betraf, längst außer Kraft gesetzt. Erst bei einem neuen "Sturm" auf pastorale Berufe könnte wieder eine Beschränkung nötig werden. Solch eine Situation ist aber derzeit nicht vorstellbar.

Freilich gibt es keinen Automatismus der Anstellung - auch für Priesterkandidaten. Es wird stets die individuelle Eignung geprüft, die nicht nur Studienergebnisse, sondern auch die Reife der Persönlichkeit, die spirituelle Prägung und die pastorale Befähigung umfasst. Mögliche Bedenken werden frühzeitig in der Ausbildungszeit mitgeteilt, so dass es "böse Überraschungen" am Schluss kaum geben kann.

Domkapitular Hans Schieber

Stellen werden in der Regel ausgeschrieben; die Bewerbungen werden gewissenhaft geprüft, die Stellen nach Eignung, Bedürfnissen vor Ort und individuellen Gesichtspunkten zugewiesen. Dabei nimmt die Bistumsleitung Rücksicht auf persönliche Kriterien wie Familie, Wohnort des Ehepartners, Mobilität usw. Es braucht einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Diözese und den Anliegen der Einzelnen. Anspruch auf Einsatz in einem bestimmten Teil der Diözese hat niemand; ggf. kann das Bistum von seinen Mitarbeitern auch einen zumutbaren Umzug erwarten.

Was die Ausbildungsstellen angeht, sollen Berufsanfänger aber zunächst voll verfügbar sein; sie werden dort eingesetzt, wo sie nötig sind. Auch gilt eine für alle Berufsgruppen verbindliche Versetzungsordnung, die einen Stellenwechsel nach etwa zehn bis zwölf Jahren vorsieht. Durch Eigeninitiative und termingerechte Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen lassen sich Konflikte der Stellenzuweisung von vornherein umgehen.

Domkaptiular Hans Schieber

Der Kirche ist die Vereinbarung von Beruf und Familie ein wichtiges Anliegen. So hat das Erzbistum Bamberg in den letzten Jahren eine Vielzahl von Angeboten für Angestellte mit Familienverantwortung entwickelt. Denn nur wer seinen Angehörigen gut versorgt weiß, kann sich konzentriert und engagiert mit seinen beruflichen Aufgaben beschäftigen.

Es besteht der Anspruch auf Teilzeitarbeit, Sonderurlaub oder Arbeitsbefreiung aus familiären Gründen. Es gibt verschiedene Angebote zur Kinderbetreuung in Kindertagesstätten, bei betrieblichen Veranstaltungen, in Ferien oder am Buß- und Bettag.  In Veranstaltungen können sich Beschäftigte informieren zu Themen wie beispielsweise dem beruflichen Wiedereinstieg nach der Familienzeit oder der Pflege von Angehörigen. 

Astrid Franssen

Man muss zwischen Religionslehrer im Kirchendienst (i. K.) und Religionslehrer im staatlichen Lehramt unterscheiden: 

Zur Religionslehrer*in i. K. gibt es vielfältige Zugangswege, siehe Menüpunkt Berufe -> Religionslehrer. 

Will man in den Staatsdienst eintreten, so muss man ein Lehramtsstudium gemäß den Vorgaben der LPO I an einer Universtiät studieren, das heißt Kath. Religionslehre für die entsprechende Schulart in den dort vorgesehenen Fächerkombinationen. 

Nicht jeder kann Diakon werden - es gibt natürlich bestimmte Grundvoraussetzungen: Im Moment ist das Diakonenamt in der katholischen Kirche nur Männern vorbehalten, die zum Zeitpunkt der Weihe nicht älter als 55 Jahre sein sollten. 

Vorausgesetzt ist bereits vor der Ausbildung mehrjähriges Engagement in einer Pfarrei und Bewährung in Familie und Beruf. Letzteres bedeutet, der Mann sollte mehrere Jahre verheiratet sein (sollte der Interessent unverheiratet sein, müsste er bei der Weihe den Zölibat versprechen) und eine ungekündigte Stellung im Berufsleben innehaben. In verschiedenen Gesprächen vor der Ausbildung geht es auch um Motivation und menschliche Eignung, die bewusste Wahrnehmung eigener Stärken und Schwächen, die Frage, aus welchen geistlichen Kraftquellen der Interessent schöpft.
Wir unterscheiden zwischen Diakonen, die hauptberuflich für die Kirche arbeiten (diese waren meist vorher bereits im kirchlichen Dienst als Pastoralreferent, Gemeindereferent oder Religionslehrer tätig) und solchen, die einen Zivilberuf haben - hier sprechen wir von Diakonen mit Zivilberuf. Ein Diakon mit Zivilberuf hat etwa 6-10 Stunden pro Woche Regelarbeitszeit - zusätzlich zu seinem eigentlichen Beruf.
Diakon sein ist schon ein Beruf, aber noch mehr ist es eine Berufung. Durch die Weihe ist er in besonderer Weise in den Dienst genommen und soll den Blick richten auf Menschen, die am Rand stehen oder die Hilfe nötig haben. Mit seinem Dienst bildet der Diakon auch Christus selbst ab und gibt der Nächstenliebe und der Hinwendung zum Menschen ein Gesicht.

Michael Schofer, Leiter der Arbeitsstelle Ständiger Diakonat

Ja!

Begründung:
Das Priesterseminar ist der Ort gemeinsamen Lebens und Glaubens für alle Priesteramtskandidaten während ihrer Zeit der Vorbereitung auf das Studium (Propädeutikum), während des Studiums der Theologie und während der abschließenden Ausbildung (Pastoralkurs).

Konkret gilt für das Erzbistum Bamberg:
Der Priesteramtskandidat wohnt während des Propädeutikums im Priesterseminar Bamberg,
während seines Theologiestudiums in der Regel im Priesterseminar München,
während des Pastoralkurses ist das Priesterseminar Bamberg der Koordinationspunkt für die einzelnen Ausbildungseinheiten und für den Einsatz in einer Praktikumspfarrei.

Die Zeit im Priesterseminar ist sinnvoll und notwendig, um in die Gemeinschaft des Presbyteriums (= Priesterschaft einer Diözese) hineinzuwachsen und im Kreis der künftigen Mitbrüder, aber auch durch die qualifizierte Begleitung der Hausleitung, die eigene Berufung zu prüfen und zu einer überlegten und tragfähigen Lebensentscheidung zu finden.

Ewald Sauer, Regens

Auf dem Weg zur Gemeindereferentin/zum Gemeindereferenten
gibt es für unser Erzbistum drei Ausbildungsstätten: 
Die Katholische Universität Eichstätt und die Katholische Stiftungsfachhochschule München, Abteilung Benediktbeuern, Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit führen in sieben Semestern zum BA Religionspädagoge/Religionspädagogin.
Das Kirchliche Studium am Institut für Pastorale Bildung in Freiburg ermöglicht in einem Zeitraum von drei Jahren den Weg zum Beruf mit Fachabitur, aber auch mit Mittlerer Reife und abgeschlossener Berufsausbildung.

Auf dem Weg zur/zum Pastoralreferent/-in
ist das Studium an einer Universität, mit dem Abschluss Magister/Magistra Theologiae Voraussetzung. 
Empfohlen wird als Studienort Würzburg: www.theologie.uni-wuerzburg.de
Nach Absprache sind auch andere Studienorte möglich.

Ein Studium am Institut Katholische Theologie in Bamberg berechtigt nicht, die Ausbildung zur Pastoralreferentin bzw. zum Pastoralreferenten anzugehen!