Pfarrhaushälter/-in

Die Freude ist das wichtigste Lebenselement“
(Hildegard von Bingen)
„Unsere Berufung von Gott her ist nicht Erfolg, sondern Treue“ (Mutter Theresa)

Diese Aussagen kann ich für mich bestätigen. Ich gehe schon immer gerne mit einem Lächeln auf Arbeit, habe Freude am Glauben und Freude mit den Mitmenschen. Erst viele Jahre später entdeckte ich das Wort „Berufung“ neu. Ich spürte, dass mich etwas bewegte, ich mich hingezogen fühlte zu dieser Aufgabe als Pfarrhaushälterin und jetzt ganz und gar darin aufgehe. In den alltäglichen Situationen erkenne ich, dass es gut und wichtig ist, was ich tue. Der Dienst der Pfarrhaushälterin ist vielseitig und erfordert Interesse am Leben in der Pfarrgemeinde sowie eine tiefe Verwurzelung in der katholischen Kirche.  Eine Besonderheit in meinem Fall: Zusammen mit meinem Mann pflege und gestalte ich den großen Garten nach altem Vorbild als Streuobstwiese.
Als gelernte „staatlich anerkannte Hauswirtschafterin“ und nach fast 20-jähriger Berufserfahrung als „staatlich anerkannte Familienpflegerin“ konnte ich in diesen wertvollen und lehrreichen Jahren vieles für die neue Herausforderung als Pfarrhaushälterin mitnehmen. In meiner neuen Aufgabe habe ich (mehr oder weniger) geregelte Arbeitszeiten und wohne mit meiner Familie außerhalb des Pfarrhaushaltes.

(Claudia Kalb-Einwag)

Die Arbeit der Pfarrhaushälterin ist ein kirchlicher Dienst, der den Pfarrer, seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entlastet und zu einer einladenden und freundlichen Atmosphäre im Pfarrhaus und in der Gemeinde beiträgt.

Die Pfarrhaushälterin ist eine Angestellte des Priesters. In der zum Dienstvertrag gehörenden Arbeitsplatzbeschreibung wird festgelegt, ob neben der Arbeit im Haushalt auch Aufgaben für die Gemeinde übernommen werden sollen. 

Die unterschiedlichen Aufgaben, die vom Beschäftigungsort abhängig sind, machen den Dienst vielseitig und verantwortungsvoll. Die Besoldung wird in den jeweiligen Diözesen geregelt.

Das bringen Sie mit:

  • Fundierte hauswirtschaftliche Kenntnisse
  • Akzeptanz der priesterlichen Lebensweise
  • Freude an der Bewirtung von Gästen
  • Sozialkompetenz, Freundlichkeit im Umgang mit Menschen
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und selbstständigem Arbeiten
  • Selbstbewusstsein und Diskretion
  • Eine Verortung/Beheimatung in der katholischen Kirche
  • Persönliche Gestaltung des eigenen geistlichen Lebens

Weitere Informationen:
Pfarrhaushälterinnen Deutschland, Bundesverband: http://pfarrhaushälterinnen-deutschland.de/ 
Landesverband der diözesanen Berufsgemeinschaften der Pfarrhaushälterinnen in Bayern: https://www.pfarrhausfrauen.de/ 

Claudia Kalb-Einwag